Mehr als nur Kunst: Mein Weg als prophetische Künstlerin

Frage 1/10: Nadine, wer bist du - und was sollten Menschen über dich wissen, bevor sie deine Kunst kennenlernen?

Wenn ich diese Frage heute beantworte, dann kann ich sagen, dass ich eine Frau bin, die gelernt hat, nicht mehr alles aus eigener Kraft zu schaffen. Ich habe mich wirklich in Jesus verlieben und eine tiefe Beziehung mit ihm aufbauen dürfen. Seine Liebe hat mich und mein Leben durch und durch verändert. So gut ich kann, versuche ich ihn in meinem Leben an erste Stelle zu stellen. Denn ohne ihn ist alles nichts.

Deshalb kann ich heute sagen: Ich bin eine Tochter Gottes, mit allen Ecken und Kanten, die mich ausmachen. Mit allen Gaben und Talenten, mit allen Charaktereigenschaften, die er mir gab.

Diese Persönlichkeit freizulegen hat auch einen starken Prozess der inneren Heilung und Reinigung von alten Prägungen und Wunden gebraucht. Jesus ging ihn mit mir und wird auch weitere Prozesse mit mir gehen. Schließlich sind wir ja immer irgendwie am Lernen mit ihm.

Er hat in mich so eine tiefe Freude gelegt, die raus will. Ich möchte Menschen wie dich durch seinen Heiligen Geist berührt sehen. Ich möchte Menschen inspirieren und seine Liebe in die Welt rufen.

Ich wünsche mir Herzen, die durch seine Liebe so verändert werden, dass sie aufblühen.

Und genau daraus ist auch meine Kunst entstanden. Ich möchte nicht einfach schöne Bilder malen. Ich möchte das, was Gott in mir bewegt und was ich mit ihm erlebe, durch meine Kunst sichtbar werden lassen. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen innehalten, berührt werden und vielleicht etwas von Gottes Liebe entdecken können.

Aus diesem Herzen entsteht meine Kunst heute.

Achja, und ich LIEBE Hunde… solltest du also einen haben, bring ihn gerne zu einem Treffen mit. Gibt immer Pluspunkte. ;)

 

Frage 2/10: Wie hat deine Geschichte mit der Kunst eigentlich angefangen
& welche Rolle hat Kunst in deinem Leben gespielt, bevor du sie als Berufung verstanden hast?

Ich war ein enorm kreatives Kind mit viel Fantasie und habe alles mögliche an kreativen Dingen ausprobiert - Barbie Kleider mit der ersten Mini-Nähmaschine nähen, Papiertücher wurden mit Wasserfarben für Kleider gefärbt und was es sonst so für Kinder zu entdecken gibt. In meinen Teenager Jahren fing ich an sehr viele Mangas zu lesen und kaufte mir Bücher um zeichnen zu lernen. Heute male ich ganz anders, aber das Thema Mensch und Emotion ist mir immer wichtig geblieben.

Die Kreativität daher schon immer ein Teil meines Lebens. Ich denke, dass ich auf Grund meiner Lebensumstände schon als Kind sehr früh in ihr Halt und Zuflucht gefunden habe. Die Kreativität erlaubte mir in eine Welt einzutauchen, in der ich mich nicht alleine fühlte und in der ich sicherer war. Tatsächlich betete ich als Kind schon dafür, dass ich Menschen mit Kunst einmal heilen würde.

Durch meine Kreativität war mir klar, dass ich beruflich in diese Richtung gehen will, also studierte ich Textildesign und landete schließlich in der Automobilbranche im Design. Bis hierhin war die Kunst immer nebenberuflich vorhanden, es ging mir immer darum tiefe Emotionen und echte Momente festzuhalten.

Wenn ich zurückblicke, hat Gott schon hier um 2019/2020 angefangen mich wieder zu sich zu rufen. Auf verschiedene Weisen, die ich noch nicht hörte.

Wenn du mehr über diese sehr persönliche Geschichte wissen willst, erzähle ich sie dir tiefer im geschützten Rahmen in meiner Willkommens-Serie der
Atelier-Post.

Frage 3/10: Wann hast du verstanden, dass Gott dich als Künstlerin beruft?

Die Frage ist eigentlich gar nicht so klar zu beantworten, denn irgendwie war ich ja schon immer sehr kreativ. Aber ich werde es versuchen.

Das Foto oben ist aus dem Jahr 2020, noch bevor ich wieder in den Glauben fand. Das Kunstwerk heißt “Head in Clouds” und entstand aus einer Phase heraus, in der ich mal wieder Liebeskummer hatte. Es spiegelt meine damalige Verträumtheit, tiefe Sehnsucht und durch die Farbwelt auch irgendwie eine Traurigkeit wieder. Melancholie war damals etwas, das ich tief in mir trug. Und ich malte oft, was ich fühlte. Viele Bilder waren blau-violett. Die Kunst war also schon immer ein Ausdruck, den ich ganz natürlich in mir trug. Ich hatte immer den tiefen Wunsch selbstständig zu sein und dass meine Kunst die Menschen tief berührt.

Als ich zurück in den Glauben zu Jesus fand, begann ich zu verstehen, dass meine Kreativität nicht einfach nur eine Begabung ist, die ich habe. In einem tiefen Herzensprozess erkannte ich mehr und mehr meine Berufung: Ich bin Künstlerin, so hat Gott mich geschaffen. Die Kreativität und meine Vision sind nicht zufällig da. Dafür schlägt mein Herz.

Aber da war nie dieser ganz klare Berufungsmoment mit einem prophetischen Wort. Ich war es einfach. Die Vision und der Wunsch waren da.

Wenn ich ganz ehrlich bin, zweifle ich noch heute immer wieder diese Identität und den Weg an. Deshalb habe ich diese Identität und den Wunsch schon ganz oft im Gebet vor Gott auf den Altar gelegt. Wenn er einen neuen oder anderen Weg für mich hat, nehme ich ihn an - auch wenn es mir vielleicht schwer fallen würde. Aber bisher hat er mein Herz dafür bewahrt.

Und ich denke darum geht es bei jeder Berufung: Wir dürfen unser Herz nicht mehr an sie hängen als an Jesus selbst. Mir ist es so wichtig, ein reines und demütiges, weiches Herz zu behalten. Das geht nur, wenn ich als Künstlerin nah an Jesu Herzen bleibe und es ihm immer wieder hinlege.

 

Frage 4/10:‍ ‍Was ist das eigentliche Herz hinter deiner Kunst - und was möchtest du mit ihr bewirken?

Ich glaube daran, dass Gott durch Kunst einen Menschen heilen kann. Seelisch, aber auch körperlich. Das ist etwas, das ich mir zutiefst wünsche zu sehen und wofür ich als Kind schon gebetet habe. Wie das so ist, kam ich von diesem Wunsch irgendwann ab, aber im Grunde war das schon der Anfang meiner Berufung durch Gott. Wer hätte das ahnen können.

Kunst kann den Menschen auf so tiefe Weise berühren, dass sich etwas in ihm verändert. Und ich glaube, dass Gott durch Kunst noch so viel mehr tun kann, als wir Menschen uns erträumen oder vorstellen können.

Mein Herz beim Malen ist eng mit dem meines Schöpfers selbst verbunden. Ich liebe es, wie er durch Malprozesse und Bilder zu mir spricht und mich selbst schon zutiefst geheilt hat. Für mich kann durch Kunst eine echte Begegnung mit Gott entstehen.

Davon bin ich so sehr überzeugt, dass es mein Wunsch ist, dir das Herz des Vaters durch meine Kunst und alles was ich tue, ein Stück weit greifbarer zu machen. Vielleicht erlebst du beim Betrachten eines der Werke eine tiefe Liebe, eine persönliche Begegnung oder Heilung mit ihm. Vielleicht erinnert dich ein Kunstwerk an etwas, das du längst begraben wolltest.

Ich weiß nicht, was Gott durch ein Bild in dir anstoßen möchte. Aber ich weiß, dass Jesus dich sieht und liebt.

Und genau darum geht es für mich im Kern: Menschen dürfen durch meine Kunst etwas vom Herzen Gottes entdecken und ihm vielleicht auf eine ganz persönliche Weise begegnen.

Es ist mir eine Ehre, dass ich als Künstlerin ein Stück vom Himmel für dich sichtbar machen darf.

Frage 5/10: Für wen malst du eigentlich? Gibt es einen bestimmten Menschen vor deinem inneren Auge, wenn du an deine Kunst denkst?

Im Marketing geht es immer darum, dass man eine feste Zielgruppe hat und festlegt. Das ist auch irgendwo wichtig. Aber als Künstlerin, die dir das Herz Gottes näherbringen will, kann ich das nicht so genau festlegen.

Ich male nicht nur für mich. Ich male für einen jeden Menschen, dem Gott eine Begegnung durch meine Kunst schenken will.

Das entscheide nicht ich, denn im Grunde wünscht sich Jesus eine Beziehung zu jedem einzelnen Menschen. Meine Kunst spricht natürlich besonders Christen an, die sich nach Gottes greifbarer Nähe sehnen. Christen, die Ermutigung und Stärkung in ihrem Glauben brauchen.

Wenn ich mir trotzdem einen Menschen vor meinem inneren Auge vorstellen soll, dann ist es jemand, der sich nach mehr sehnt. Nach Gott, nach Hoffnung, nach Heilung, nach einer tieferen Beziehung mit ihm. Vielleicht jemand, der gerade durch eine schwierige Zeit geht. Vielleicht jemand, der Gott schon lange kennt, aber gerade eine neue Berührung von ihm braucht. Oder jemand, der ihn noch gar nicht kennt und durch ein Bild zum ersten Mal etwas von seiner Liebe erahnt.

Deshalb ist meine Kunst auch für dich, wenn du als Leser kein Christ bist. Sie soll dir die Liebe zeigen, die zum Greifen nah ist. Sie darf auch dich berühren, ermutigen, stärken und vielleicht sogar heilen.

 

Frage 6/10: Was wünschst du dir, dass Menschen erleben, wenn sie einem deiner Werke begegnen?

Wenn du vor einem meiner Kunstwerke stehen würdest, würde ich mir wünschen, dass du tief bewegt wirst. Nicht nur von mir oder der schönen Kunst - auch wenn das natürlich toll ist - sondern vor allem von Gottes Herz höchstpersönlich.

Ich wünsche mir, dass du einen Moment des Himmels erlebst und geschenkt bekommst. Vielleicht kommen dir Tränen der Erleichterung, du atmest auf, weil du tief in dir drin spürst: Gott sieht mich. Ich bin nicht allein. Ich bin geliebt.

Frage 7/10: Was hat Gott dich durch deine Kunst selbst über sich gelehrt - und was hat deine Berufung als Künstlerin in deinem Glaubensleben verändert?

Gott hat mir so viel schon über die Kunst gelehrt. Immer wieder führt er mich durch meine Malprozesse näher an sein Herz und heilt dabei mein Herz und meine Seele ein Stück tiefer. Er spricht zu mir, gibt mir Offenbarungen über mich selbst und über das, was ich male.

Was er mir aber besonders über sich gelehrt hat: Er ist der größte Künstler. Gott liebt Schönheit. Er hat alles so wundervoll geschaffen. Wenn ich ihm den Raum gebe, völlig loslasse, dann entstehen manchmal Kunstwerke, die ich aus mir heraus so gar nicht gemalt hätte. Er ist so vielseitig, so unverwechselbar und so nahbar und persönlich. Er liebt es, wenn wir uns Zeit für ihn nehmen.

Und etwas ganz besonderes, das mir noch einfällt: Er heilt Herzen durch Kunst. Ich habe erlebt, dass er durch den Malprozess ein neues Bild auf mein Herz schrieb und diverse Ängste und Gedanken seitdem völlig verschwunden sind.

Meine Berufung als Künstlerin stärkt meine Beziehung zu Jesus auf einer sehr tiefen Ebene, mein Glaube durfte dadurch von Grund auf wachsen und immer wieder gestärkt werden. Denn zu meiner Berufung gehört natürlich nicht nur das Malen, sondern der gesamte Prozess, der mit einer Selbstständigkeit einhergeht. Und eine Selbstständigkeit aufzubauen, ist natürlich nicht immer leicht. Ich muss immer wieder lernen, ihm zu vertrauen, Dinge aus der Hand zu geben und nicht alles selbst kontrollieren zu wollen. Auch darin begegnet er mir und führt mich näher an sein Herz.

 

Frage 8/10: Du sprichst davon, dass Kunst eine Begegnung mit Gott ermöglichen kann. Was bedeutet „Begegnung“ für dich?

Eine Begegnung mit Gott kann total vielseitig aussehen. Das muss nicht total spektakulär sein. Gott begegnet uns auch besonders gerne in kleinen, alltäglichen Dingen wie dem Abwasch. Manchmal ist es gerade in diesen kleinen Momenten, dass wir seine Nähe wahrnehmen.

Manchmal kann es ein leises Flüstern sein, ein Bauchgefühl oder einfach auch ein Bibelvers, der dir ins Auge springt. Es kann ein Wort durch einen anderen Menschen sein. Er kann aber auch mitten in deiner Gebetszeit eine wirklich tiefe Begegnung schenken, die du sogar körperlich fühlst. All diese Dinge kenne ich.

Durch die Kunst habe ich erlebt, dass Gott durch Bilder einfach so stark im Malprozess zu mir spricht. Wenn eine Vision auf die Leinwand kommt, passiert etwas in mir. Manchmal stehe ich selbst staunend vor meinen fertigen Werken, weil ich nie erwartet hätte, was entsteht. Denn ich plane meine Kunstwerke nicht mehr wie ich es früher getan habe. Sie entstehen einfach, weil der Heilige Geist mich auf verschiedenste Weisen im Prozess leitet.

Ich glaube, dass Bilder etwas in uns berühren können, wofür wir manchmal gar nicht die richtigen Worte haben. Und Jesus selbst hat immer wieder in Bildern und Gleichnissen gesprochen, die die Menschen verstanden haben.

Eine Begegnung, die du beim Betrachten eines Kunstwerks hast, kann also unterschiedlich aussehen. Es kann ein sofortiges Gefühl, ein Gedanke, ein Wort des Heiligen Geistes sein. Oder auch etwas, das leise nachwirkt und in dein Herz sinkt.

Frage 9/10: Gibt es eine Begegnung mit einem Menschen oder eine Reaktion auf eines deiner Bilder, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Da gibt es mehrere, aber es gibt eine, die mich selbst besonders stark ermutigt hat. Im Herbst 2025 habe ich die Kunstwerke des Jahres als E-Mail Serie veröffentlicht. Es war soooo viel Arbeit und Herzblut in diesen E-Mails. Ich habe Fotos der Kunstwerke gemacht, persönliche Texte geschrieben und so viel mehr.

Als ich die Veröffentlichung startete, hatte ich so richtig richtig Angst, weil ich mich damit auch verletztlich machte. Bei der zweiten E-Mail fragte ich mich, ob das Bild gut genug sei, da es ja so simpel und schlicht war. Es war ganz anders als mein gesamter anderer Stil. Es wirkte fast kindlich und trug den Titel “Blicke Hoch”.

Während ich die Mail schrieb, hatte ich aber einen Gedanken: „Wenn ich male, spricht Gott so klar zu mir und führt mich. Wenn ich dann meine Kunstwerke abwerte, beleidige ich irgendwie auch ihn.“ Dieser Gedanke half mir, loszulassen.

Ein paar Tage nach der Veröffentlichung von genau dieser E-Mail schrieb mir eine Leserin, wie sehr sie davon berührt war. So sehr, dass sie zwei Tage lang brauchte bis sie mir schreiben konnte. Ich war geflasht und zutiefst berührt. Die E-Mail und das Kunstwerk, an dem ich am Meisten gezweifelt habe, hat eine Frau so tief berührt, dass sie weinte.

Dieses Erlebnis ist etwas, das ich mir als Erinnerung in meinem Herzen bewahre. Es erinnert mich daran, dass Gott durch ein Kunstwerk etwas im Herzen eines Menschen berühren kann - selbst dann, wenn ich selbst gerade noch daran zweifle.

 

Frage 10/10: Was möchtest du den Menschen, die dir und deiner Kunst begegnen, ganz persönlich mit auf den Weg geben?

Jesus ist so gut, er hat mein Leben vollkommen verändert und mein Herz geheilt. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie tief seine Liebe geht.

Bist du schon länger mit ihm unterwegs? Dann sage ich dir - wir können immer näher an sein Herz wachsen und neue Facetten von ihm kennenlernen. Er wird nicht müde Zeit mit dir zu verbringen, dich zu lieben und nichts kann dich von seiner Liebe trennen: Egal wo du gerade stehst. Selbst wenn er sich mal fern anfühlt, ist er doch immer da. Seine Liebe, seine Gegenwart können alles verändern und du darfst in deine Autorität als Kind Gottes eintreten. Er hat bereits alles für dich vollbracht (Jesaja 53,5 + 1. Petrus 2,24).
Wenn du Jesus gerade noch nicht kennst, aber nach meinem Artikel vielleicht neugierig und offen geworden bist, dann suche ihn mit einem offenen Herzen. Bitte ihn, in dein Leben zu kommen und ich bin mir sicher, dass er sich dir auf irgendeine Weise offenbaren wird. Bete ganz einfach von Herzen, das kann ganz simpel aussehen: Jesus, wenn es dich wirklich gibt, dann will ich dich kennenlernen. Komm in mein Herz und öffne meine Augen für dich. Zeig dich mir. Amen.

Wenn du dieses Gebet gesprochen hast, dann schnapp dir irgendwo eine Bibel, lerne ihn kennen und suche dir am Besten eine Gemeinde, in der du ihn kennenlernen kannst. Schreib mir gerne, wenn du dich austauschen willst.

Nadine Duval
Meine Kunst ist eine Reise hin zu Gottes Herz. Ich male prophetische Kunstwerke, die Hoffnung, Heilung und Schönheit sichtbar machen. Jedes Bild entsteht aus Gebet, Lobpreis und der Sehnsucht, Räume mit Leben, Frieden und Gottes Gegenwart zu füllen.

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