Gedankenwolke.

Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr neigt sich mal wieder dem Ende zu. Wie das manchmal so ist kreisen in dieser Zeit die Gedanken: Die einen freuen sich auf die Festzeit, die anderen fühlen sich alleine. Manch einem gehen jetzt bereits die guten Vorsätze für das neue Jahr durch den Kopf, welche am Ende sowieso nicht eingehalten werden. Wer kennt das nicht?

Ich mache mir im Normalfall keine tollen Vorsätze für das neue Jahr, da ich davon nicht viel halte. Dieses Jahr gibt es aber einen: Ich möchte mein Leben ein wenig entschleunigen. Gerade in dieser Woche ist mir klar geworden, dass ich mir selbst kaum Raum zum Durchatmen gebe. Wie manche in meinem engeren Umkreis sicher gemerkt haben, bin ich nur unterwegs. Die eine Veranstaltung hier, die nächste da. Am Besten 3 an einem Wochenende und dann noch diverse Hobbies dazwischen quetschen. Klar, das macht mir natürlich alles Spaß, aber man merkt auch wie es an der Energie zehrt und wenig Raum für meine kreativen Projekte geblieben ist. Wenig Raum dafür mich selbst zu spüren.

Aktuell befinde ich mich ein wenig in einem kreativen Tief und deshalb werde ich diese Winterzeit ganz bewusst als Auszeit von allem nutzen. Mein Plan ist es herauszufinden was mein aktueller Standpunkt im Leben ist und wohin ich will.

Es ist viel geschehen und ich fühle mich als wäre ich seit letztem Jahr ein großes Stück gewachsen. Fast so als wäre ich ein anderer Mensch. Ein neues Ich. Sicherlich mag das auch zum Teil so sein. Es gab große Veränderungen, ich habe wundervolle Persönlichkeiten kennengelernt, viel gelacht und viel geweint. Neben neuen Menschen in meinem Leben sind da auch Menschen von früher, die man aus den Augen verloren hatte und nun sehr engen Kontakt hat. Ich hatte ein persönliches Hoch, bin gefallen und wieder aufgestanden. Mit der Hilfe meiner Freunde. 

Und natürlich verändert das. Man entwickelt sich. Das ist Leben. Das ist großartig. Wenn ich darüber nachdenke was das menschliche Herz alles mitmacht, dann bin ich noch mehr verliebt in dieses Leben. In alle Gefühle und Emotionen, die wir empfinden können. Ich habe dieses Jahr gelernt immer mehr auf mein Bauchgefühl und mein Herz zu hören. Das war keinesfalls einfach. Dazu musste ich erst einmal hinfallen weil ich zuvor mein Bauchgefühl ignoriert habe.

Als ich die Tage mit dem Auto unterwegs war und die Wolken beobachtete, da sind bei mir viele Gedanken gekommen. In letzter Zeit fühle ich eine kleine Unruhe in Bezug auf mein Leben. Eine Art Aufbruchstimmung. Das hat irgendwann im September begonnen. Ich habe daher nach etwas gesucht, wusste aber nicht nach was. Mir sind alte Träume eingefallen, die ich nicht umgesetzt hatte. Weil ich nicht den Mut hatte aus meiner Komfortzone auszubrechen, weil ich nicht loslassen konnte. Die richtigen Menschen, die richtigen Situationen in denen ich das lernte kamen nach und nach. Einige Dinge ergaben plötzlich Sinn, die ich vorher nicht verstanden habe.

Aber ist das nicht oft so? Man versteht oft nicht warum etwas geschieht.
Es ist einfach so. Manchmal ist das richtig hart. Aber es geschieht. Und irgendwann später merkt man, dass man genau das gebraucht hat um heute eine gewisse Situation zu bewältigen.

Es liegt an uns was wir daraus machen. In der eigenen Melancholie versinken oder das Problem anpacken. Verzeihung! Es gibt keine Probleme. Nur Hindernisse, die man überwinden kann.
Oft ist das ganze eine Frage der Perspektive. Den Blickwinkel ändern kann uns helfen.

Deshalb – um wieder zum eigentlichen Punkt zu kommen – mache ich nun eine kleine Winterpause. Neue, kreative Energie tanken und Gedanken ordnen. Herausfinden was ich nun erreichen will und wohin mich mein Herz führen wird.

Ich freue mich auf das mir bevorstehende Abenteuer – mein Leben.

In diesem Beitrag habe ich schon einmal vor einiger Zeit über diverse Gedanken und Unsicherheiten geschrieben:
Herbst. Gedanken. Herbstgefühle.

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